Corona: Aktuelle Folgen für die Transportlogistik

Wir alle sind unglaublich DANKBAR für die Arbeit und die Opfer unserer medizinischen Fachkräfte. Und wir möchten auch all den HELDEN da draußen danken, die Lastwagen fahren, Flugzeuge und Frachtschiffe steuern, Fracht verladen und unsere Versorgungskette am Laufen halten. Teilen Sie Ihren Dank mit uns!

Orientierung in unsicheren Zeiten

Kontaktverbote, Firmenpleiten und Versorgungsengpässe – die Corona-Pandemie setzt Wirtschaft und Gesellschaft zu. Die Folgen sind unübersehbar: Europaweit brechen sind Produktion und Logistik drastisch eingebrochen. Selbst große Fluggesellschaften wie AirFrance-KLM und Lufthansa werden nur durch kräftige staatliche Unterstützung überleben können, gleiches gilt für die großen Airli-nes in den USA. Lateinamerika entwickelt sich derweil zum nächsten Hotspot der Pandemie.

Doch ist ein erster Silberstreif zu erkennen: In Europa flachen stagniert die Zahl die Kurven der Neuinfektionen ab Neuinfektionen oder geht zurück. In Italien und Spanien werden die strikten Beschränkungen zaghaft gelockert, in Österreich und Deutschland erfolgt die Rückkehr zur Normalität etwas schneller. In Großbritannien und Russland hingegen breitet sich das Virus mit hohen Fallzahlen weiterhin aus.

Transporeon wertet täglich die Daten seines Kooperationsnetzwerks mit mehr als 90.000 Transportdienstleistern und Spediteuren sowie 1200 Handels- und Industrieunternehmen aus. Die folgenden Antworten speisen sich wesentlich aus der Analyse dieser Daten sowie Gesprächen mit Marktteilnehmern.

Unser Ziel ist es, unsere Kunden in dieser besonderen Situation bestmöglich zu unterstützen, einen reibungslosen Betrieb der Plattform sicherzustellen und die Gesundheit aller zu schützen. Aktuelle Informationen finden hier.

Konjunktur/Regionen

Ökonomen und Regierungen weltweit senken ihre Konjunkturprognosen.
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Luftfracht

Angespannte Ruhe in der Luftfracht. Es ist jedoch noch genügend Kapazität vorhanden.
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Seetransport

Der Asienverkehr ist stark beeinträchtig. Werden andere Regionen folgen?
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Landtransport

Der grenzüberschreitende Verkehr in Europa leidet bereits; erste Fabriken schließen.
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Erkenntnisse und Empfehlungen

  • Um Skaleneffekte zu erzielen, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in vielen Industrien die Produktion auf einige wenige Standorte konzentriert. Dieses erweist sich in der Corona-Krise als kontraproduktiv. Das Konzept der „World Factories“ wird daher politisch bereits hinterfragt.
  • Der Erfolg der drastischen Maßnahmen in China, Südkorea und auf Taiwan, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, lässt hoffen, dass auch in Europa Ende des zweiten Quartals eine wirtschaftliche Erholung einsetzt. Bis Produktion und Transportwege wieder normal funktionieren, wird es aber etwa drei Monate dauern.
  • Grundsätzlich empfehlen wir Unternehmen, ihren Carrier-Pool zu erweitern und keine Single-Source-Strategie für den Transport zu verfolgen. Außerdem raten wir Unternehmen, sich vorzubereiten, auch kurzfristig Transporte auszuschreiben, um schnell auf Veränderungen zu reagieren.
  • Die Verlader bestätigen, dass insbesondere im Luftverkehr feste Partnerschaften mit Spediteuren ein Erfolgsfaktor sind, um in der aktuellen Situation leistungs- und lieferfähig zu bleiben und um ein vernünftiges Preisniveau zu halten. Gleichwohl ist es wichtig, bei Bedarf sofort ausweichen zu können und flexibel zu bleiben.
  • Die Flexibilität bezieht sich auf die operative Abwicklung, beispielsweise neue Routen (andere Flughäfen) zu identifizieren, andere Verkehrsträger (Bahn statt Flieger, Flieger statt Schiff) zu nutzen und einen Pool an Back-up-Carriern sorgfältig zu pflegen.
  • In der eingetretenen Krise mit einem bloßen „Herumshoppen“ und ziellosem Ausprobieren anderer Transportpartner ad hoc zu beginnen, ist teuer und schafft Serviceprobleme. Best Practice ist es, vorausschauend Maßnahmen zu planen, die im Krisenfall mehrere Optionen bieten. Sich aktuell breit zu informieren und entsprechende Branchendienste zu nutzen, ist Ausdruck professionellen Handelns.

Webinar Serie: Mastering Pandemic Challenges

Sehen Sie sich unsere neuesten Webcast Recordings an:

8.Mai 2020

Webcast Recording:

Update zu Luft- und Seefracht - Pandemie-Herausforderungen meistern

6. Mai 2020

Webcast Recording:

Update zum Straßentransport - Pandemie-Herausforderungen meistern

27. April 2020

Webcast Recording:

Q&As zur Bewältigung pandemiebedingter Herausforderungen in Logistiknetzwerken

Überblick in Echtzeit: Grenzüberschreitender Verkehr

Wichtige Informationen zum Warenverkehr in Europa liefert derzeit das Tracking: Gibt es Probleme im grenzüberschreitenden Verkehr? Auf welche Verzögerungen müssen sich Verlader und Spediteure einstellen? Gibt es alternative Routen, die Entlastung versprechen?

Erhalten Sie einen Echtzeit-Überblick über den Verkehr an den europäischen Grenzen.

Der Transport Market Monitor (TMM) unterstützt Sie in dieser beispiellosen Zeit: Um Sie mit den neuesten Informationen zu versorgen, aktualisieren wir die Daten im TMM zweimal im Monat. Abonnieren Sie den TMM kostenlos und sehen Sie die aktualisierten Indizes und Berichte  mit den aktuell verfügbaren Daten.