Logistik-App: Vernetzung verbessert Zeitfenstermanagement

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In Zeitfenstermanagement-Systemen führen verpasste Zeitfenster und kurzfristige Umbuchungen zu längeren Wartezeiten – so ein Kritikpunkt der Frachtführer in der Studie „Marktbeobachtung Güterverkehr, Abläufe an den Laderampen verbessern“ des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG). Doch die Befragten nennen auch eine mögliche Lösung: die Vernetzung des Zeitfenstermanagement-Systems mit den mobilen Endgeräten der Fahrer, zum Beispiel über Apps von Logistik-Plattformen.

Konkret heißt es in der Studie: „Einige befragte Unternehmen sehen Optimierungspotenziale durch eine Vernetzung von Zeitfenstersystemen mit mobilen Endgeräten der Kraftfahrer und Lagermitarbeiter“. Doch wie funktioniert dies in der Praxis?

Vernetzung über die Logistik-App des Mobile Order Management

Mobile Auftragsmanagement-Systeme wie das Mobile Order Management von TRANSPOREON lassen sich als App auf ein handelsübliches Android-Smartphone oder Tablet aufspielen. Hierüber kann der Fahrer an die TRANSPOREON-Plattform angebunden werden und erhält zum Beispiel die Frachtpapiere in digitaler Form. Voraussetzung für die Vernetzung ist die gemeinsame Nutzung der TRANSPOREON-Plattform und die Implementierung des Mobile Order Managements durch den Verlader.

Alert ermöglicht Anpassung der Be- bzw. Entladereihenfolge

Über die GPS-Ortung der Geräte kann die voraussichtliche Ankunftszeit des Transports berechnet werden. Gerät ein LKW in einen Stau, wird die Ankunftszeit entsprechend angepasst und bei Überschreiten des Zeitfensters ein Alert ausgelöst. Die Mitarbeiter im Wareneingang bzw. Warenausgang sind über die Verspätung informiert und können zum Beispiel einen zu früh eingetroffenen LKW vorziehen. So kann die Wartezeit durch Vernetzung erheblich reduziert werden – nicht nur für den verspäteten LKW, sondern auch für einen Teil der anderen Transporte.

Lösung auch für kleinere Speditionen

Weiter heißt es in der BAG-Studie: „Einzelne umsatzstärkere Speditionen und Industrieunternehmen haben solche digitalen Lösungen bereits in ihre logistischen Prozesse integriert und berichten in Marktgesprächen von positiven Erfahrungen.“ Dies erweckt den irreführenden Eindruck, dass sich der Einsatz digitaler Lösungen vor allem für große Speditionen lohnt. Dabei sind sie durchaus auch für kleine Speditionen praktikabel – insbesondere wenn die Anbindung per Logistik-App über kostengünstige Mobilgeräte wie Smartphones oder Tablets erfolgt. Denn Vernetzung verbessert nicht nur die Situation an der Laderampe, sondern ist ein Zukunftsthema für alle Beteiligten entlang der gesamten Supply Chain.