Real Time Visibility: flexible Integration als Schlüssel zum Erfolg

Supply Chain Visibility ist das Top-Thema auf der Agenda von Verladern. Doch die automatisierte Statusverfolgung und das durch ein intelligentes Echtzeittracking mögliche Management von ungeplanten Ereignissen, ist keine Aufgabe, welche die Verlader selbständig lösen können. Enge Abstimmung und ein gutes Zusammenspiel mit den Logistikdienstleistern sind erforderlich. Multiple Integrationsmöglichkeiten müssen her, um den Transportunternehmen die notwendige Flexibilität zu bieten.

Jeder kennt das: Gerade im Internet bestellt, kommt sofort mit der Bestellbestätigung das voraussichtliche Lieferdatum sowie ein Trackinglink. Der Kunde hat die Gewissheit, dass die Zahlung geklappt hat und die Lieferung pünktlich sein wird. Das allein und auch die Möglichkeit, beispielsweise eine Lieferung tracken und umleiten zu können, schafft Ansprüche, denen Verlader heute auch im B2B-Segment genügen müssen. So ist zum Beispiel für die Steuerung von Zeitfenstern, zu denen eine Lieferung, sagen wir, von Baustoffen erfolgen soll, die Information wesentlich, wann ein Lieferfahrzeug eintreffen wird. Nur so kann das Zeitfenster angepasst und können Wartezeiten vermieden werden. Zudem sollen die Daten automatisiert bereitgestellt werden, so dass sich mühsames Nachtelefonieren erübrigt. Ein proaktives Exceptionhandling wird somit ermöglicht und Verlader können sich auf die Lösung der ungeplanten Situation konzentrieren. Das schafft Zufriedenheit und eine positive Kundenbeziehung.

Doch wie können die Informationen zur Real-Time Visibility zur Verfügung gestellt werden? Hier ist es wichtig, die IT-Landschaft und die Transportvergabeprozesse bei den Logistikdienstleistern zu verstehen. Transporeon kann dazu Informationen aus der großen Marktstudie „Erhebung über den europäischen Straßengüterverkehr 2019“ verwenden.

Laut der Studie nutzen vier von fünf Carriern ein Transport Management System (TMS). Noch viel interessanter ist die Frage nach einem vorhandenen Telematiksystem. Hier gaben sogar nur zwölf Prozent der Befragten an, kein Telematiksystem zu verwenden. Im Umkehrschluss heißt das, dass 88 Prozent von mehr als 1.000 Logistikdienstleistern, die an der Studie teilgenommen haben, über Ortungs- und Trackingdaten verfügen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass der Markt für Anbieter von Telematiklösungen sehr fragmentiert ist, wobei die größten fünf Telematikanbieter einen Marktanteil von 37 Prozent auf sich vereinen.

Neben der IT-Landschaft ist das Thema Transportvergabe und hier vor allem das Thema Subvergabe ein entscheidendes Thema.

Schaubild zum Subunternehmertum

Ein Viertel der Befragten in besagter Studie gaben an, mehr als die Hälfte ihrer Transporte an andere Transportdiensleister zu vergeben. Das sind häufig feste oder langjährige Partner, mitunter werden die Subunternehmen auch über den Spotmarkt gefunden.

Was bedeuten diese Daten nun für das Thema Real-Time Visibility und Integration und wie können die Herausforderungen der heterogenen IT-Landschaft in Kombination mit dem Thema Subvergabe gelöst werden? Hierauf gibt es keine einfache Antwort. Die Anforderungen an die Datenverfügbarkeit und Qualität sind einheitlich und standardisiert. Für die Datenbereitstellung hingegen gibt es unterschiedliche Lösungskonzepte, die sich auch in der Vielfalt des Carrier-Netzwerkes von Transporeon widerspiegeln. Um hier maßgeschneiderte Lösugungen anbieten zu können, arbeitet Transporeon exklusiv mit Sixfold, dem Experten für Real-Time Visibility zusammen.

  1. Bereitstellung der Real Time Visibility-Daten über die Integration der Telematiksysteme der Transportdienstleister
    Dabei werden die Daten aus unterschiedlichen Telematiksystemen zusammengeführt und durchgehend mit der Berechnung der voraussichtlichen Ankunftszeit angereichert.

  2. Bereitstellung der Real Time Visibility-Daten über die Integration mit den TMS-Systemen der Carrier
    Verfügt ein Logistikdienstleister über ein TMS, welches eine Echtzeitintegration mit den von ihm eingesetzten Telematiksystemen sicherstellt, dann können die Visibilitydaten auch über eine Schnittstelle zum TMS zur Verfügung gestellt werden.

  3. Bereitstellung der Real Time Visibily-Daten per App
    Verfügt ein Logistikdienstleister über kein Telematiksystem oder setzt dessen Subunternehmer ein System ein, das die erforderlichen Informationen nicht liefern kann, können die Daten auch über eine App zur Verfügung gestellt werden.

  4. Kombination der Lösungen
    Die Kombination der genannten Lösungen kann für alle Beteiligten interessant sein, um flexibel auf die individuellen Kundenanforderungen reagieren zu können. Dabei können sich die Lösungen ergänzen. So können zum Beispiel die Echtzeit- und Statusinformationen über eine Integration der Telematiksysteme bereitgestellt werden. Die notwendige Unterschrift beim Warenempfänger wird dann zusätzlich über die App erfasst.

Eine auf den Dienstleister zugeschnittene Lösung ist der Schlüssel zum Erfolg zur Bereitstellung der benötigten Daten. Daher sollten Verlader und Logistikdienstleister ausreichend Zeit in die Abstimmung investieren. „Es gibt kein Standardmodell, das für alle Fälle passt“, sagt Marcel Wolrab, Real Time Visibility-Experte und Partnermanager bei Tranporeon. „Die Integration via Telematik ist aber sicherlich die einfachste Lösung, um schnell und zuverlässig die notwendigen Daten zu bekommen. Darum gilt es, in einem offenen Dialog zwischen allen beteiligten Partnern den richtigen Mix zu finden.“

Transporeon beschäftigt sich mit dieser Aufgabenstellung seit mehr als 5 Jahren. Wir beraten Sie gerne! 

Mehr Informationen über Sixfold finden Sie hier.

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