Einsatz von datengesteuerten Produkten zur Bewältigung der Carrier Kapazitätsschwankungen

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Wie können Verlader besser mit Kapazitätsschwankungen der im Markt verfügbaren Transporte umgehen?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten sehen, welche Transportdienstleister an einem bestimmten Verladetag in der Nähe Ihres Verladeortes freien Frachtraum zur Verfügung haben. Und Sie wüssten zudem, wer davon zu Ihrem Pool an Spediteuren gehört. Dann wäre es einfach, exakt diese Spediteure aufzufordern, Angebote für einen von Ihnen ausgeschriebenen Transport abzugeben. Und weil die Übernahme des günstig gelegenen Auftrags für die Spediteure Leerfahrten reduzieren würde, hätten Sie zudem gute Chancen, dass die Transportdienstleister Ihnen ein gutes Angebot unterbreiten. Sie würden mehr Angebote zu einem besseren Preis erhalten, obwohl Sie weniger Zeit und Mühe als je zuvor in die Ausschreibung investiert haben.

Mehr Angebote auf Transportausschreibungen erhalten und günstigere Preise erzielen

Derzeit testet die Transporeon Group eine neue Serviceleistung der Transporeon-Plattform in Pilotprojekten mit mehreren Kunden, die exakt das für Sie erledigt. Unter ihnen finden sich bekannte Industrieunternehmen, Lieferanten und namhafte Handelsunternehmen. All diese Verlader stehen der gleichen Herausforderung gegenüber: Es fällt ihnen in Zeiten von Kapazitätsschwankungen  hinsichtlich Transporten am Markt schwer, sich für jede Lieferung die benötigte Transportkapazität zu angemessenen Preisen zu sichern.

Die Pilotprojekte dienen dem Praxistest unserer neuen datengesteuerten Lösung, dem Transporeon Connecting Load Agent (CLA). Der CLA wird auf der cloudbasierten Transporeon-Plattform getestet, die rund 1.000 Verlader in über 100 Ländern mit 65.000 Speditionen weltweit zu einem Logistiknetzwerk verbindet. Erst die große Reichweite sowie die vertikale sowie horizontale Integration der Plattform ermöglicht es der Transporeon Group, den CLA flächendeckend und branchenübergreifend anzubieten.

Wenn ein Verlader hier einen neuen Transport ausschreibt, durchsucht der CLA die Transporeon-Plattform automatisiert und innerhalb weniger Minuten nach bereits bestätigten Transportaufträgen, für die der neu eingestellte Transport als Anschlussladung in Frage kommt. Der CLA vergleicht hierfür das Entladedatum und den Entladeort der bereits bestätigten Transporte mit dem Ladedatum und dem Ort des neu zu vergebenden Transports. Bei Übereinstimmung von Ent- und Beladeort und -tag fordert der CLA den Absender der neuen Transportausschreibung auf, seinen Auftrag weiteren Spediteuren aus seinem Pool an Spediteuren anzubieten.

Unkomplizierte und schnelle Transportvergabe hilft Kosten sparen

Durch die digitalen Services der Transporeon-Plattform helfen wir unseren Kunden aufwendige, manuelle Abläufe durch zeitsparende, automatisierte Prozesse zu ersetzen. Das ermöglicht es Verladern, schnell und sicher die geeignetsten Spediteure in ihrem Carrier-Pool zu identifizieren, in Minutenschnelle Angebote entgegenzunehmen, direkt den besten Spediteur auszuwählen, einen guten Transportpreis zu vereinbaren und den Transportauftrag einfach per Mausklick zuzuweisen. Hierdurch lassen sich relevante Einsparungen im Logistikbudget realisieren.

Während die Pilotphase weitergeht, verbessert die Transporeon Group den CLA auf der Grundlage des Kundenfeedbacks und der gesammelten Erfahrungen. Zudem beabsichtigt die Gruppe, weitere Funktionen zu entwickeln, die sowohl Spediteure als auch Verlader unterstützen. Wir planen, diese neuen datengesteuerten Services der Transporeon-Plattform ab 2019 bei allen unseren europäischen Kunden einzuführen. Weitere Märkte sollen folgen.

Den neuen Connecting Load Agent stellen wir ausführlich im Interview mit Thomas Einsiedler, Chief Product Officer der Transporeon Group, und Sandra Froehnert, Product Manager bei Transporeon, vor: Einsatz von daten-gesteuerten Produkten zur Bewältigung der Kapazitätsschwankungen & zur Minimierung von Leerfahrten.

Lesen Sie auch den Blogbeitrag „Geringere Transportkapazitäten: der Fahrermangel und seine Auswirkungen auf Industrie und Handel“ von Jan Rzehak, Business Director Consulting bei Transporeon. Der Experte empfiehlt die Transportvergabe flexibel auf wiederkehrende Engpässe und Schwankungen hinsichtlich der verfügbaren Transportkapazität anzupassen, und er untersucht die Vorteile einer konsequenten Digitalisierung, die ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Transportlogistik 4.0 ist.