Wie ein Zeitfenstermanagement die Logistikprozesse optimieren kann

Fast moving flip clock

Zeitfenstermanagement-Systeme können die „Problemzone Rampe“ maßgeblich entschärfen und die Logistikprozesse optimieren. Unsere Checkliste zeigt, wann ein Zeitfenstermanagement für ein Unternehmen sinnvoll sein kann.

Die Be- und Entladerampen sind die zentralen Schnittstellen zwischen Lieferanten/Frachtführern auf der einen Seite und dem Empfänger/verladenden Unternehmen auf der anderen Seite. An diesen Schnittstellen kommt es seit Jahren zu Konflikten: Speditionen klagen über lange Wartezeiten, Verlader sehen sich mit einem stark schwankenden LKW-Aufkommen konfrontiert. Zeitfenstermanagement-Systeme können die „Problemzone Rampe“ maßgeblich entschärfen und die Prozesse an den Rampen verbessern. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie für das Bundesverkehrsministerium.

Intransparenz verursacht Engpässe an Rampen

Ein Hauptgrund für lange Wartezeiten an den Rampen sind Informationsdefizite bei verladenden Unternehmen und Speditionen. Dem Personal an den Rampen ist im Vorfeld nicht bekannt, wann die LKW für die Be- oder Entladung eintreffen. Gleichzeitig liegen den Speditionen keine Informationen vor, zu welchen Zeiten sie mit einer raschen Abfertigung rechnen können. Industriespezifische Stoßzeiten und saisonale Schwankungen verschärfen das Problem. Ein Zeitfenstermanagement-System behebt diese Informationsdefizite und schafft Transparenz für beide Seiten. Damit lassen sich die Logistikprozesse entscheidend optimieren. Dabei buchen die Speditionen in einer Art elektronischer Stundenplan ein für sie günstigstes Zeitfenster – heute in der Regel über webbasierte Plattformen.

Vorteile von Zeitfenstermanagement-Systemen

  • Reduktion der Wartezeiten für LKW um bis zu 40%
  • Entsprechende Reduktion der Standgeldforderungen
  • Reduktion der Durchlaufzeiten um bis zu 30%
  • Steigerung der Verladeleistung um bis zu 20%
  • Reduktion der Kommissionierfläche um bis zu 50%
  • Weniger Staus auf dem Betriebsgelände, verbesserte Verkehrssicherheit
  • Optimale Auslastung des Warenein- und Warenausgangs
  • Verbesserte Personal- und Ressourcenplanung

Voraussetzung ist, dass das Zeitfenstermanagement strategisch geplant, erfolgreich implementiert und konsequent umgesetzt wird.

Checkliste: Wann lohnt sich ein Zeitfenstermanagement-System?

Bei folgenden Situationen kann die Einführung eines Zeitfenstermanagement-Systems die Logistikprozesse optimieren:

  • Lange Wartezeiten für LKW vor der Be- oder Entladung
  • Stau auf dem Betriebsgelände
  • Hohe Standgeldforderungen
  • Hoher Kommunikationsaufwand mit den verschiedenen Frachtführern
  • Generell hohe Anzahl an Frachtführer
  • Kleine Kommissionierfläche
  • Vorlaufzeit für die Kommissionierung notwendig
  • Geringe Verladekapazität
  • Mehr Informationen zum Thema finden Sie in unserem Whitepaper „7 Punkte für eine erfolgreiche Einführung: Zeitfenstermanagement-Systeme erfolgreich implementieren“.

Weitere Tipps finden Sie in meinem Blogartikel "Problemzone Rampe? Verbesserungspotenzial beim Zeitfenstermanagement"