Drei von vier Logistik-Experten sehen Verbesserungsbedarf bei Transportprozessen

  • 73% der Verlader, Spediteure und Logistikdienstleister sind der Meinung, dass es bei Design und Management von Transportprozessen „großes“ oder „sehr großes“ Verbesserungspotenzial gibt.
  • Das ergab eine im Oktober 2021 im Rahmen des Transportation Pulse Report 2022 durchgeführte Befragung. Befragt wurden mehr als 280 Verlader, Spediteure und Logistikdienstleister.
  • Dem Report zufolge, den Transporeon zusammen mit Adrian Gonzalez erstellt hat, sind „Vertrauen, Beziehungen, Netzwerke und Nachhaltigkeit“ die wesentlichen Bausteine des Transportwesens der Zukunft

 

Transporeon und Adrian Gonzalez, Gründer von Talking Logistics, haben den Transportation Pulse Report 2022 veröffentlicht. Vor dem Hintergrund von Lieferengpässen und Verzögerungen während der Corona-Krise, identifiziert die Studie Wege, um das Vertrauen in Lieferketten wiederherzustellen. Datengrundlage sind Erkenntnisse aus einer, im Oktober 2021 unter 280 Verladern, Spediteuren und Logistikdienstleistern durchgeführten quantitativen Umfrage sowie Experteninterviews. Im Vergleich zum letzten Jahr sieht eine wachsende Zahl der 280 befragten Logistikunternehmen „sehr großes“ Verbesserungspotenzial bei Design und Management von Transportprozessen (25% im Vergleich zu 18% 2020). Weitere 48% der befragten sehen „großes“ Verbesserungspotenzial (2020: 47%).

Konkret gaben gut zwei Drittel der Befragten an, das größte Verbesserungspotenzial im physisch vorhandenen Teil der Lieferkette und nicht in den digitalen Planungs- und Abwicklungsprozessen zu sehen. „Es liegt auf der Hand”, kommentiert Dr. Thomas Lieb, Aufsichtsratsvorsitzender von Hellmann Worldwide Logistics, ehemaliger CEO von DB Schenker und Mitglied im Beirat von Transporeon „dass derzeit die physische Lieferkette das größte Problem darstellt. Deshalb ist es so wichtig, vertrauensvolle und zuverlässige Beziehungen zu den Partnern in der Lieferkette aufzubauen, Echtzeittransparenz zu haben und sich um seine Mitarbeiter zu kümmern“.

Auch die Umfragedaten zeugen von mangelndem Vertrauen in die Lieferkette: Mehr als die Hälfte der Befragten stimmten der Aussage zu, dass „man im Umgang mit Menschen innerhalb der Lieferkette nicht vorsichtig genug sein kann“. Außerdem gaben 58% der Befragten an, dass in der digitalen Lieferkette ein Mangel an Transparenz und Datenaustausch zwischen den Handelspartnern ein Problem darstellt. Darüber hinaus beklagte fast die Hälfte der Befragten einen Mangel an Echtzeit-Daten während der Transporte.

Hermann Ude, früher CEO von DHL Global Forwarding und Vorstandsmitglied der Deutschen Post, heute Vorsitzender des Beirats von Transporeon betont: „die Reaktion ist ein verstärkter Austausch von Daten und Informationen sowie eine gemeinschaftliche Optimierung. All diese Lösungen, die jetzt verfügbar sind, wie die Real Time Freight Visibility und das Trust Center von Transporeon, sind wertvoll, weil sie für Transparenz sorgen und mehr Vertrauen aufbauen. Wenn alle Beteiligten auf dieselben Daten zugreifen können, ist eine gemeinschaftliche Optimierung möglich, was in der Vergangenheit nicht der Fall war“.

Die Umfrage zeigt, dass Verlader und Frachtführer diese Meinung teilen. Für die Teilnehmer der Studie genießt die „Effizientere Abstimmung von Nachfrage und Kapazität“ unter mehreren Auswahlmöglichkeiten die höchste Priorität. An zweiter und dritter Stelle stehen „verbesserte Sichtbarkeit von Nachfrage, Preisen und Kapazitäten in Real Time“ und die „Abschaffung manueller und papierbasierter Prozesse“. Auch die Reduzierung von Treibhausgasemissionen wird im aktuellen Report höher bewertet als noch im Jahr 2020.

Die Studie veranschaulicht außerdem, wie die Integration von Logistik und Technologie im letzten Jahr fortgeschritten ist. Auch wenn nach wie vor alleinstehende Softwarelösungen verwendet werden, nimmt die Vernetzung von Akteuren auf Netzwerk-Plattformen einen immer höheren Stellenwert ein. So gaben 77% der Befragten an, dass die „Größe und der Umfang ihres Logistiknetzes“ für sie das wichtigste Kriterium bei der Auswahl einer Transport-Management-Software oder eines Logistikdienstleisters sind.

Logistik-Experte Adrian Gonzalez fasst die Ergebnisse zusammen: „Was wir wissen, ist, dass es im Transportwesen noch sehr großes Verbesserungspotential gibt und dass die Logistikbranche datengesteuerter werden muss, um dieses zu erreichen. Außerdem muss die Datentransparenz zwischen allen Beteiligten größer werden“.

Den vollständigen Pulse Report finden Sie hier


Über Transporeon

Wir bei Transporeon haben die Mission, das Transportwesen in Einklang mit der Welt zu bringen. Mit unserer cloudbasierten Plattform unterstützen wir das größte globale Frachtnetzwerk aus 1.300 Verladern, 100 großen Einzelhändlern sowie 130.000 Logistikdienstleistern und Spediteuren. Unsere Kunden führen täglich etwa 100.000 Transporte über unsere Cloud durch und wickeln jährlich ein Frachtvolumen von etwa 20 Milliarden Euro ab - 60 % zu Land, 30 % zu Wasser und 10 % in der Luft. Unsere Plattform ermöglicht transparente Lieferketten und effiziente Prozesse für alle Beteiligten. Vernetzung und Zusammenarbeit wird vereinfacht, indem Transporeon die Interoperabilität erleichtert. Unsere Matchmaking-Algorithmen bringen Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht – in Echtzeit. Wir optimieren die Routen- und Ressourcenplanung, um Leerfahrten und Wartezeiten zu vermeiden. Unsere Tools und Dienstleistungen sind modular aufgebaut. Sie umfassen Marktbeobachtung und Benchmarking, Frachtbeschaffung und Ratenmanagement, Transportdurchführung, Dockplanung und Yard-Management, Tracking und Visibility sowie Frachtabrechnung, Zahlung und Audit. Wir sind vollständig DSGVO-konform. Das gilt auch für unser Data Lake, das mithilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen Unternehmen bei der Entscheidungsfindung unterstützt.

Transporeon hat seinen Hauptsitz in Ulm und unterhält sieben Regionalbüros an verschiedenen Standorten in Europa, Russland, Asien und den USA mit mehr als 1.200 Mitarbeitern. 
 

Hintergrundinformation zu Adrian Gonzalez

Adrian Gonzalez ist ein führender Berater und Branchenanalyst mit mehr als 20 Jahren Forschungserfahrung in den Bereichen Transportmanagement, Logistik-Outsourcing, globalem Handelsmanagement, Social Media und anderen Supply Chain- und Logistik-Themen.

Neben seiner Rolle als Gründer von Talking Logistics ist Adrian Gründer und Präsident von Adelante SCM, einer peer-to-peer Lern- und Netzwerk-Community für Supply Chain- und Logistik-Führungskräfte und Young Professionals. Darüber hinaus ist er der Gründer von Indago, einem Marktforschungsservice, der Supply-Chain und Logistik-Profis erlaubt, praktisches Know-How miteinander zu teilen.

Zuvor hatte Adrian verschiedene Führungspositionen bei der ARC Advisory Group, Motorola, Polaroid und Clare inne. Adrian spricht häufig als Redner auf Branchen-Events und Konferenzen und wird regelmäßig in Fachblättern zitiert. Er ist außerdem Mitglied des Council of Supply Chain Management Professionals. Auf LinkedIn lesen 250.000 Follower Adrians Beiträge.

Adrian hat einen B.S.-Abschluss in Materialwissenschaft- und Technik von der Cornell University. Außerdem erwarb er ein Graduate Certificate in Lieferkettenmanagement an der Northeastern University, wo er auch als Lehrbeauftragter des MBA-Programms tätig war.

Weitere Informationen unter talkinglogistics.com/about.

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