Optimierung der Baustoff Logistik: Vorteile durch moderne Transportlogistik (Teil1)

large construction site

Angesichts des hohen Preisdrucks und der zunehmenden Konkurrenz haben europäische Baustoffhersteller derzeit zwei Ziele: Kosten senken und Kundenservice verbessern. Mit modernen Technologien für die Optimierung der Baustoff Logistik lassen sich diese Ziele erreichen.

Eine weitere Erholung der Baunachfrage und moderate Wachstumsraten beim Bauvolumen von bis zu 3 Prozent prognostiziert das Forschungs- und Beratungsnetzwerk Euroconstruct der Baubranche in Europa bis 20181. Gleichzeitig bleibt der Preisdruck von Kunden und Wettbewerbern hoch2. Zudem nimmt in manchen Segmenten die Konkurrenz durch außereuropäische Anbieter zu. Diese Gesamtlage stellt die europäischen Baustoffhersteller vor zwei Aufgaben:

  1. die Kosten weiter zu senken und
  2. sich gleichzeitig vom Wettbewerb abzugrenzen.

Herausforderungen, zu deren Lösung eine effiziente, zukunftsorientierte Baustoff-Logistik einen erheblichen Teil beitragen kann.

Kostenoptimierung und besserer Kundenservice durch e-Logistics-Lösung

Je höher das Volumen eines Produkts und je geringer der Preis, desto mehr schlagen die Logistikkosten auf den Gesamtpreis durch. Wie zutreffend diese Regel ist, zeigt sich in der Baustoffbranche. Viele Unternehmen produzieren dezentral oder nur für bestimmte Regionen, um die Lieferwege kurz zu halten – eine Strategie, so alt wie die Baustoffbranche selbst. Doch braucht es längst auch neuere Strategien, für die Optimierung der Baustoff Logistik. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie mit modernen e-Logistics-Lösungen effizientere Logistikprozesse und bessere Frachtraten erzielen können – und zusätzlich einen besseren Kundenservice.

 

Die Logistikstruktur der Baustoffbranche ist dabei für den Einsatz von e-Logistics-Lösungen prädestiniert. Trotz der sehr unterschiedlichen Transportgüter innerhalb der Baustoffbranche entfällt der größte Anteil mit rund 70 Prozent der Verkehrsleistung auf den Straßengüterverkehr3 – meist als LKW-Komplettladungen. Der Grund dafür ist, dass die Gewinnungs- oder Produktionsstätten in der Regel im ländlichen Raum liegen und ein Umschlag auf andere Verkehrsträger nicht wirtschaftlich ist. Lediglich in einigen Sonderfällen, zum Beispiel bei der Kiesgewinnung in Hafennähe, kommen Binnenschiffe zum Einsatz. Charakteristisch für die Baustoffbranche ist zudem ein hoher Anteil an Selbstabholern, zum Beispiel bei Schüttgütern im Produktsegment Steine und Erden.

150 der weltweit größten Baustoffhersteller setzen auf Transporeon

Um diesen unterschiedlichen logistischen Herausforderungen zu begegnen, setzen viele Unternehmen der Baustoffbranche auf web-basierte Logistikplattformen wie Transporeon. Diese Lösungen werden derzeit von rund 150 der weltweit größten Baustoffhersteller eingesetzt, um die Optimierung ihrer Baustoff Logistik voranzutreiben.  So können einerseits Effizienzgewinne realisiert werden, indem die Logistikprozesse digitalisiert und automatisiert werden. Zudem bieten sich völlig neue Möglichkeiten für eine Kommunikation mit den Kunden, zum Beispiel in Form einer proaktiven Information über Verspätungen.

Mehr Informationen zu den Vorteilen einer digitalisierten Baustoff-Logistik erhalten Sie in unserem Whitepaper „Baustoffbranche: Vorteile durch moderne Transportlogistik“.

Crane at construction site in evening light

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1 Dorffmeister, L./Kocijan, M. (2016): Europäische Bauwirtschaft: Stärkeres Wachstum in den Jahren 2016 und 2017. Ausgewählte Ergebnisse der EUROCONSTRUCT-Winterkonferenz 2015. München 2016.

2 Roland Berger (2012): Baustoff- und Bauzulieferstudie 2012, Kernergebnisse Deutschland/Schweiz. München 2012.

3 Bundesverband Baustoffe - Steine und Erden e.V. (2016): Infrastruktur und Logistik.